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Die königlichen Güter im Elsass zur Zeit der Karolinger

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Erläuterungen zur Karte

Während der Eroberung des Landes durch die Franken, hatte sich der König weitläufige Ländereien und große Wälder, darunter die Vogesen von ihrem äußersten Süden bis zum Pass von Saverne (Zabern) und vielleicht noch weiter in den Norden, zugesichert. Die vorliegende Karte kann kein genaues Bild dieser Güter geben, da man sie nur durch die Aufenthalte der Herrscher im Elsass kennt, oder wenn sie veräußert wurden. Die großen königlichen Domänen wurden oft fiscus genannt. Jene von Colmar und Kintzheim (Kinzheim) erstreckten sich ursprünglich nach Westen bis zum Kamm der Vogesen. Die königlichen Güter waren die Haupteinnahmequelle des Herrschers. Da es keine Hauptstadt gab – erst Karl der Große machte am Ende seiner Regierungszeit aus Aachen eine Art feste Residenz – reiste der König mit seinem Gefolge ständig von einer königlichen Domäne zur anderen. Die Dauer seines Aufenthaltes hing zum großen Teil von der Menge der Nahrungsmittel und des Futters ab, die man dort vorfand. König Lothar II. liebte seine Pfalz bei Marlenheim und Kaiser Karl III. der Dicke hielt Versammlungen in Colmar ab. Die fränkischen Herrscher übergaben einen großen Teil der königlichen Güter an Klöster.

 

Christian Wilsdorf, 2006

Übersetzung: Harald Sellner